Bayerwaldhaus

Ein historisches Haus im Münchner Westpark
– bewahrt, versetzt, wieder aufgebaut und heute lebendig genutzt.

Bayerwaldhaus

Das Haus

Geschichte des Bayerwaldhauses

Das Bayerwaldhaus ist ein historischer Ort im Münchner Westpark – und zugleich ein Haus, das bis heute genutzt wird. Seine Geschichte beginnt im 18. Jahrhundert als einfaches Söldenhaus im Bayerischen Wald, führt über das Museumsdorf in Tittling bis zur Internationalen Gartenschau 1983 in München. Der folgende Zeitstrahl zeigt die wichtigsten Stationen: Herkunft, Versetzung, Nutzung, Brand und Wiederaufbau – und wie aus einem Stück Baukultur ein lebendiger Ort für Musik und Begegnung wurde.

Bayerwaldhaus

Von 1748 bis heute
– eine Geschichte, die weiterklingt

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1748

Erste Erwähnung als Söldenhaus

Das Bayerwaldhaus wird erstmals urkundlich erwähnt: ein einfaches Söldenhaus, Wohnhaus eines Landmannes mit wenig Grundbesitz. In diesem Jahr gehört es der Familie Glashauser; eine Hofschätzung bewertet das 2/4-Landgut mit 630 Gulden.
18. Jahrhundert

Herkunft aus dem Bayerischen Wald

Die Wurzeln des Hauses liegen im Bayerischen Wald. Später wird es im Museumsdorf Bayerischer Wald in Tittling–Dreiburgensee bewahrt und als historisches Gebäude erhalten.
1982

Auswahl und Abbau
in Tittling

Für die Internationale Gartenschau 1983 sucht der Bezirksverband Niederbayern ein historisches Bauernhaus für einen Themengarten. Die Wahl fällt auf das „Obflinger Häusl“ (Baujahr 1749).
Im Oktober 1982 wird das Haus im Museumsdorf abgebaut.
Oktober 1982

Wiederaufbau
in München

Innerhalb weniger Tage entsteht das Haus im Münchner Westpark neu: Der Wiederaufbau erfolgt mit handwerklicher Präzision und großem Einsatz – als sichtbares Stück bayerischer Baukultur.
7. Oktober 1982

Richtfest
im Westpark

Im Garten der Nationen wird Richtfest gefeiert. 16 Handwerker aus Tittling errichten das Gebäude in rund zwei Wochen intensiver Arbeit.
1983

Internationale Gartenschau
(IGA)

Während der IGA 1983 wird das Bayerwaldhaus Treffpunkt, Informations- und Veranstaltungsort für rund fünf Millionen Besucherinnen und Besucher. Es wird zu einem Herzstück der Ausstellung und bleibt danach als Leihgabe im Westpark.
1983–1993

Betreuung durch
Anna Wittmann

Anna Wittmann betreut das Haus über zehn Jahre mit großer Hingabe – Gartenpflege, Haus und bayerische Gastfreundschaft werden zum Teil der Identität dieses Ortes.

20./21. Mai 1989

Brand

In der Nacht vom 20. auf den 21. Mai 1989 wird das Bayerwaldhaus durch einen Brand schwer beschädigt. Scheune und Dachstuhl gehen verloren, das Hauptgebäude bleibt dank des Feuerwehr-Einsatzes erhalten.

1990

Wiederaufbau und Neueröffnung

Das Haus wird wieder aufgebaut und am
26. April 1990 feierlich eröffnet. Die Scheune wird winddicht isoliert und damit besser für Veranstaltungen nutzbar gemacht.

Heute (2026)

Ein Haus mit Geschichte
und Klang

Heute lebt das Bayerwaldhaus als Ort für Musik, Begegnung und kulturelle Nutzung weiter – im Respekt vor seiner Geschichte und mit Blick auf eine lebendige Gegenwart.

Bayerwaldhaus

Herkunft aus dem
Bayerischen Wald

Das Bayerwaldhaus trägt den Charakter seiner Herkunft sichtbar in sich. Es ist kein nachgebautes Themenhaus, sondern ein historisches Gebäude mit gewachsener Substanz: Holz, handwerkliche Details und eine Bauweise, die auf Einfachheit, Zweckmäßigkeit und Langlebigkeit setzt. Gerade diese Schlichtheit macht seine Wirkung aus. Die sichtbaren Balken, die traditionelle Konstruktion und die Materialität des alten Holzes erzählen von einer ländlichen Baukultur, die nicht inszeniert, sondern selbstverständlich war.

Wer hier eintritt, spürt sofort den Unterschied zu modernen Räumen: Das Haus schafft Nähe, Ruhe und eine natürliche Wärme – nicht durch Dekoration, sondern durch seine Echtheit. Es ist genau diese Kombination aus Geschichte, Handwerk und Atmosphäre, die das Bayerwaldhaus zu einem besonderen Ort macht.

Herkunft

Das historische Bauernhaus existiert schon seit 1747 und wurde für die Internationale Gartenbauaustellung (IGA) 1983 vom Museumsdorf Bayerischer Wald in den Westpark versetzt.

Bayerwaldhaus

Ein Haus für die IGA
– und geblieben

Als München sich auf die Internationale Gartenschau 1983 vorbereitete, entstand die Idee, im Westpark nicht nur Gärten zu zeigen, sondern auch bayerische Baukultur erlebbar zu machen.

So kam das Bayerwaldhaus nach München: als historisches Gebäude, das in kurzer Zeit abgebaut, versetzt und im Garten der Nationen wieder errichtet wurde.
Während der IGA wurde es zu einem beliebten Treffpunkt – als Ort zum Innehalten, zum Begegnen, zum Informieren und zum Erleben von Musik und Veranstaltungen. Zeitgenössische Berichte beschrieben sinngemäß, wie in München plötzlich ein „Waldler-Haus“ stand, in dem Volksmusikanten aufspielten.
Nach der Gartenschau blieb das Haus im Westpark bestehen – als Leihgabe des Museumsdorfs Bayerischer Wald. Der Bauunterhalt und die laufenden Nutzungskosten wurden von Peter Höltl getragen, während die Stadt München die Verkehrssicherung übernahm. Damit war der Rahmen geschaffen, dass das Bayerwaldhaus nicht nur Erinnerung an die IGA blieb, sondern ein dauerhafter Ort im Park.

Bayerwaldhaus

Brand und Neubeginn

In der Nacht vom 20. auf den 21. Mai 1989 erlitt das Bayerwaldhaus einen schweren Einschnitt: Ein Brand beschädigte das Anwesen erheblich. Die alte Scheune und der Dachstuhl gingen verloren, doch das Hauptgebäude von 1749 blieb dank des schnellen Einsatzes der Feuerwehr erhalten. Was blieb, war nicht nur Substanz, sondern auch der Wille, diesen Ort nicht aufzugeben.
Bereits 1990 wurde das Haus wieder aufgebaut und am 26. April feierlich eröffnet. Die Scheune wurde winddicht isoliert, um sie besser für Veranstaltungen nutzen zu können – eine Entscheidung, die die künftige Nutzung wesentlich prägte. Aus dem Verlust wurde ein Neubeginn: nicht als Bruch mit der Geschichte, sondern als Fortsetzung unter neuen Bedingungen. Heute lebt das Haus durch Musik und Begegnung weiter.

Bayerwaldhaus

Wo Geschichte sichtbar wird
– und Gegenwart stattfindet

Heute verbindet das Bayerwaldhaus historische Atmosphäre mit zeitgemäßer Ausstattung. Eine moderne Küche und Sanitäranlagen ermöglichen eine praktische Nutzung – und doch bleibt der Charakter des Hauses spürbar.
Die folgenden Bilder zeigen das Bayerwaldhaus von innen, als Ort für Musik, Begegnung und Veranstaltungen im passenden Rahmen.

Bayerwaldhaus

Historisch im Charakter, praktisch in der Nutzung

Ausstattung & Rahmen

Das Bayerwaldhaus verbindet historische Atmosphäre mit einer Ausstattung, die eine zeitgemäße Nutzung zuverlässig möglich macht. Ziel der Renovierung ist es, den ursprünglichen Charakter des Hauses zu bewahren – und zugleich die praktischen Voraussetzungen zu schaffen, damit Musik, Begegnung und Veranstaltungen im passenden Rahmen unkompliziert gelingen.

Küche & Bewirtung

Für die Nutzung im kleinen Rahmen ist eine moderne Küche vorgesehen, die einfache Bewirtung und Vorbereitung erleichtert – vom gemeinsamen Kaffee bis zur Brotzeit. Eine funktionale Ausstattung mit Arbeitsflächen, Spüle, Kühlmöglichkeiten und Basis-Geräten sorgt dafür, dass sich Veranstaltungen ohne großen technischen Aufwand organisieren lassen.

Sanitär & Komfort

Geplant sind zeitgemäße Sanitäranlagen, die den heutigen Anforderungen entsprechen und die Nutzung für Gruppen deutlich komfortabler machen. Kurze Wege, saubere Ausstattung und ein verlässlicher Standard gehören zu den Grundlagen, damit sich Gäste und Mitwirkende im Haus wohlfühlen.

Licht, Strom & praktische Infrastruktur

Damit Veranstaltungen reibungslos ablaufen, wird auf eine solide technische Basis Wert gelegt: ausreichend Stromanschlüsse, stimmiges Licht sowie eine praktikable Raumorganisation. Das Haus soll dadurch flexibel nutzbar sein – ohne dass seine besondere Atmosphäre verloren geht.

Moderation & dezente Veranstaltungstechnik

Für Vorträge, kleine Ansprachen oder musikalische Moderation ist eine zurückhaltende technische Grundausstattung sinnvoll – etwa ein dezentes Mikrofonsystem und eine kleine Lautsprecherlösung. Wichtig ist dabei: keine „Bühnenoptik“, sondern Technik, die unterstützt, ohne den Raum zu dominieren.

Möblierung & Nutzung im passenden Rahmen

Eine flexible Möblierung (Tische/Stühle) erleichtert die Anpassung an unterschiedliche Formate – vom Singkreis bis zur kleinen Feier. Das Haus eignet sich besonders für ruhige, persönliche Veranstaltungen mit kulturellem Bezug – also für Formate, bei denen Nähe, Atmosphäre und respektvoller Umgang mit dem Ort im Mittelpunkt stehen.

Bayerwaldhaus

Interesse an einer Nutzung des Bayerwaldhauses?

Münchner Kreis für Volksmusik, Lied & Tanz e.V.
Mauerkircherstraße 5
81925 München

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