Bayerwaldhaus
Ein historisches Haus im Münchner Westpark
– bewahrt, versetzt, wieder aufgebaut und heute lebendig genutzt.

Bayerwaldhaus
Das Haus
Geschichte des Bayerwaldhauses
Das Bayerwaldhaus ist ein historischer Ort im Münchner Westpark – und zugleich ein Haus, das bis heute genutzt wird. Seine Geschichte beginnt im 18. Jahrhundert als einfaches Söldenhaus im Bayerischen Wald, führt über das Museumsdorf in Tittling bis zur Internationalen Gartenschau 1983 in München. Der folgende Zeitstrahl zeigt die wichtigsten Stationen: Herkunft, Versetzung, Nutzung, Brand und Wiederaufbau – und wie aus einem Stück Baukultur ein lebendiger Ort für Musik und Begegnung wurde.
Bayerwaldhaus
Von 1748 bis heute
– eine Geschichte, die weiterklingt
Bayerwaldhaus
Herkunft aus dem
Bayerischen Wald
Das Bayerwaldhaus trägt den Charakter seiner Herkunft sichtbar in sich. Es ist kein nachgebautes Themenhaus, sondern ein historisches Gebäude mit gewachsener Substanz: Holz, handwerkliche Details und eine Bauweise, die auf Einfachheit, Zweckmäßigkeit und Langlebigkeit setzt. Gerade diese Schlichtheit macht seine Wirkung aus. Die sichtbaren Balken, die traditionelle Konstruktion und die Materialität des alten Holzes erzählen von einer ländlichen Baukultur, die nicht inszeniert, sondern selbstverständlich war.
Wer hier eintritt, spürt sofort den Unterschied zu modernen Räumen: Das Haus schafft Nähe, Ruhe und eine natürliche Wärme – nicht durch Dekoration, sondern durch seine Echtheit. Es ist genau diese Kombination aus Geschichte, Handwerk und Atmosphäre, die das Bayerwaldhaus zu einem besonderen Ort macht.

Herkunft
Das historische Bauernhaus existiert schon seit 1747 und wurde für die Internationale Gartenbauaustellung (IGA) 1983 vom Museumsdorf Bayerischer Wald in den Westpark versetzt.
Bayerwaldhaus
Ein Haus für die IGA
– und geblieben
Als München sich auf die Internationale Gartenschau 1983 vorbereitete, entstand die Idee, im Westpark nicht nur Gärten zu zeigen, sondern auch bayerische Baukultur erlebbar zu machen.
So kam das Bayerwaldhaus nach München: als historisches Gebäude, das in kurzer Zeit abgebaut, versetzt und im Garten der Nationen wieder errichtet wurde.
Während der IGA wurde es zu einem beliebten Treffpunkt – als Ort zum Innehalten, zum Begegnen, zum Informieren und zum Erleben von Musik und Veranstaltungen. Zeitgenössische Berichte beschrieben sinngemäß, wie in München plötzlich ein „Waldler-Haus“ stand, in dem Volksmusikanten aufspielten.
Nach der Gartenschau blieb das Haus im Westpark bestehen – als Leihgabe des Museumsdorfs Bayerischer Wald. Der Bauunterhalt und die laufenden Nutzungskosten wurden von Peter Höltl getragen, während die Stadt München die Verkehrssicherung übernahm. Damit war der Rahmen geschaffen, dass das Bayerwaldhaus nicht nur Erinnerung an die IGA blieb, sondern ein dauerhafter Ort im Park.
Bayerwaldhaus
Brand und Neubeginn
In der Nacht vom 20. auf den 21. Mai 1989 erlitt das Bayerwaldhaus einen schweren Einschnitt: Ein Brand beschädigte das Anwesen erheblich. Die alte Scheune und der Dachstuhl gingen verloren, doch das Hauptgebäude von 1749 blieb dank des schnellen Einsatzes der Feuerwehr erhalten. Was blieb, war nicht nur Substanz, sondern auch der Wille, diesen Ort nicht aufzugeben.
Bereits 1990 wurde das Haus wieder aufgebaut und am 26. April feierlich eröffnet. Die Scheune wurde winddicht isoliert, um sie besser für Veranstaltungen nutzen zu können – eine Entscheidung, die die künftige Nutzung wesentlich prägte. Aus dem Verlust wurde ein Neubeginn: nicht als Bruch mit der Geschichte, sondern als Fortsetzung unter neuen Bedingungen. Heute lebt das Haus durch Musik und Begegnung weiter.
Bayerwaldhaus
Wo Geschichte sichtbar wird
– und Gegenwart stattfindet
Bayerwaldhaus
Historisch im Charakter, praktisch in der Nutzung
Ausstattung & Rahmen
Das Bayerwaldhaus verbindet historische Atmosphäre mit einer Ausstattung, die eine zeitgemäße Nutzung zuverlässig möglich macht. Ziel der Renovierung ist es, den ursprünglichen Charakter des Hauses zu bewahren – und zugleich die praktischen Voraussetzungen zu schaffen, damit Musik, Begegnung und Veranstaltungen im passenden Rahmen unkompliziert gelingen.
Küche & Bewirtung
Für die Nutzung im kleinen Rahmen ist eine moderne Küche vorgesehen, die einfache Bewirtung und Vorbereitung erleichtert – vom gemeinsamen Kaffee bis zur Brotzeit. Eine funktionale Ausstattung mit Arbeitsflächen, Spüle, Kühlmöglichkeiten und Basis-Geräten sorgt dafür, dass sich Veranstaltungen ohne großen technischen Aufwand organisieren lassen.
Sanitär & Komfort
Geplant sind zeitgemäße Sanitäranlagen, die den heutigen Anforderungen entsprechen und die Nutzung für Gruppen deutlich komfortabler machen. Kurze Wege, saubere Ausstattung und ein verlässlicher Standard gehören zu den Grundlagen, damit sich Gäste und Mitwirkende im Haus wohlfühlen.
Licht, Strom & praktische Infrastruktur
Damit Veranstaltungen reibungslos ablaufen, wird auf eine solide technische Basis Wert gelegt: ausreichend Stromanschlüsse, stimmiges Licht sowie eine praktikable Raumorganisation. Das Haus soll dadurch flexibel nutzbar sein – ohne dass seine besondere Atmosphäre verloren geht.
Moderation & dezente Veranstaltungstechnik
Für Vorträge, kleine Ansprachen oder musikalische Moderation ist eine zurückhaltende technische Grundausstattung sinnvoll – etwa ein dezentes Mikrofonsystem und eine kleine Lautsprecherlösung. Wichtig ist dabei: keine „Bühnenoptik“, sondern Technik, die unterstützt, ohne den Raum zu dominieren.
Möblierung & Nutzung im passenden Rahmen
Eine flexible Möblierung (Tische/Stühle) erleichtert die Anpassung an unterschiedliche Formate – vom Singkreis bis zur kleinen Feier. Das Haus eignet sich besonders für ruhige, persönliche Veranstaltungen mit kulturellem Bezug – also für Formate, bei denen Nähe, Atmosphäre und respektvoller Umgang mit dem Ort im Mittelpunkt stehen.


